Hamburg - Besser als im vorletzten Jahr war es in jedem Fall: 2008 schalteten im Durchschnitt 3,47 Millionen Zuschauer ein, als die No Angels mit "Disappear" zu den Kandidatinnen für den Eurovision Song Contest gewählt wurden - der Quoten-Tiefpunkt für die traditionell vom NDR ausgerichteten Vorentscheid-Show. Nachdem die ARD im vergangenen Jahr auf die Sendung verzichtete, sahen am Freitagabend nun immerhin 4,5 Millionen Menschen zu, wie Lena Meyer-Landrut per Zuschauervotum ihr Ticket nach Oslo bekam. In der Spitze hatte die letzte von acht Casting-Shows sogar 6,81 Millionen Zuschauer, der Marktanteil lag durchschnittlich bei soliden 14,6 Prozent.
Das ist erst einmal ein Erfolg für das runderneuerte Konzept, mit dem die ARD und ProSieben erstmals gemeinsam versucht haben, neues Interesse für den Vorentscheid zu generieren - und mittels einer von Stefan Raab betreuten Kandidatensuche die Chancen beim internationalen Liederwettstreit zu erhöhen. Das Finale des Eurovision Song Contest findet am 29. Mai in Oslo statt.
"Unser Star für Oslo", so der Titel der Show, könnte also eine Blaupause für die künftige Gestaltung des deutschen Vorentscheids sein. Jury-Präsident Raab hatte jedoch schon mal mehr Glück mit der Grand-Prix-Auswahl: Als sein ebenfalls per Casting-Show ermittelter Protegé Max Mutzke 2005 in der ARD antrat und gewann, schalteten im Schnitt 5,5 Millionen Zuschauer ein; als Raab selbst im Jahr 2000 mit seinem Song "Wadde Hadde Dudde Da" siegte, waren es sogar 7,87 Millionen.
bor/AFP/dpa
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